Naemi abends beim Licht ausmachen: “Gell Mama, mit drei Kindern ist es manchmal ganz schön anstrengend.”
Naemi im Auto: “Wenn ich groß bin und einen Mann gefunden habe und geheiratet habe, dann frage ich ihn mal, ob er mir einen Sportwagen kauft.”
Papa: “Warum kaufst du dir denn nicht selber einen?”
Naemi: “Weil ich nicht so viel Geld ausgeben will.”
Rahel erzählt mir ein Märchen:
“Das ist das Affenputtel. Da gibt es sieben Messerlein, sechs Krapfen und drei Seifenblasen. Aber sie wollte den Prinzen gar nicht heiraten. Dann ist sie mit dem Eimer umgekippt.”
Naemi sagt gestern: “Mama, ich glaube, die Gabi (Leiterin) im Kindergarten erlaubt es vielleicht nicht, wenn ich “coole Scheiße” sage. Aber ich habe sie noch nicht danach gefragt.”
So, knapp vor Davids erstem Geburtstag und vor allem anlässlich vieler neuer Interessen haben wir den Wunschzettel und die Beschreibung der aktuellen Vorlieben aktualisiert. Schaut ruhig mal rein. Nicht nur, wenn ihr was schenken wollt, sondern auch einfach, falls Ihr wissen wollt, was die Kinder zur Zeit gerne machen und wie sie so geworden sind. Denn Fotos sagen ja nicht alles…
Liebe Grüße,
das Eichhorn
Auf einer Wanderung sehen wir am Wegrand die abgebildeten “Heinzel”, die jemand aus toten Bäumen geschnitzt hat.
Rahel: Die Heinzel sind böse, weil die so bös schauen!
Mama: Aber die haben gar keine Augen und kein Gesicht, da können sie doch nicht böse schauen.
Rahel: Warum nicht?
Mama: Wahrscheinlich hat der Mann, der sie gemacht hat, das Gesicht vergessen.
Naemi: Das war bestimmt ein Praktikant!
Rahel: “Feglang”. Deutsch: “Besen”.
Rahel: “Buhalong.” Deutsch: “Luftballon”.
(Januar 2010)
Rahel: Nikolausradio – Deutsch: Bayern 4 Klassik
Rahel: Cowboytiger – Deutsch: Taz (von den Looney Tunes)
Naemi kann das Vater Unser schon ziemlich gut, aber so ganz versteht sie noch nicht alles. Manche Worte laden ja auch zu sinngebenden Neuschöpfungen gerade zu ein…
Vergebung ist wichtig, auch in der Ehe: “wie auch wir vergeben unserem Schuldibräutigam”.
Und ihr verständlicher Wunsch nach vier Jahren Erfahrung mit der Menschheit: “erlöse uns von den Blöden.”
Rahel probiert rosa Gummihandschuhe an (Vileda, immer schick). Kommentar: “Guck mal, Luftballonfinger!”
Und warum sollte “Zwiebelturm” der einzige alberne Name für bayerische Kirchenbauweise bleiben? “Luftballonkirche” ist doch viel besser


